Plastikabfall – die Ressource der Zukunft

Das neue Verpackungsgesetz in Deutschland ist seit dem 1.1.2019 in Kraft. Hersteller müssen neu für die Entsorgung von Plastikabfällen aufkommen und werden belohnt, wenn sie recyclingfähigere Verpackungen in Verkehr bringen.

Die Sättigungsgrenze beim Recycling ist noch lange nicht erreicht. Schon gar nicht beim Plastik. Nur 11% Plastikabfälle werden in der Schweiz recycelt. Viele sortierte Plastikabfälle werden sogar importiert, um die Nachfrage nach Rezyklat für Recycling-Kunststoffprodukte zu decken. Damit mehr Schweizer Plastikverpackungs-Abfälle von zuhause ins Recycling kommen und der Rezyklat-Anteil steigt, müssen unter anderem Kunststoffverpackungen besser recycelt werden können. Das deutsche Bundesamt für Umwelt zeigt, worauf man bei der Herstellung von Plastikverpackungen achten soll:

  • Nur eine Kunststoffsorte verwenden
  • Auf Füllstoffe wie Kreide verzichten (beeinträchtigt das Schwimm-Sink-Trennverfahren)
  • Helle und farblose sind besser als dunkle und bunte Kunststoffe

Die Hersteller müssen in Deutschland seit dem 1.1.2019 Entgelte für die Entsorgung von Verpackungen zahlen. Im deutschen Verpackungsgesetz ist auch festgelegt, dass sich die Entgelte entsprechend der Recyclingtauglichkeit der Verpackungen bemessen lassen sollen (Seite 30).

Haben Sie gewusst, dass Graubünden ein «Kunststoff-Mekka» ist? Das Thema Plastik mit allen Facetten inklusive Verwertung (plastic fantastic) beleuchtet die Sendung Cuntrasts des rhätoromanischen Fernsehens auf gelungene Art und Weise.